Schiefer Turm von Pisa

Der Schiefe Turm von Pisa (italienisch: Torre pendente di Pisa) ist das wohl bekannteste geneigte Gebäude der Welt und ein Wahrzeichen der Stadt Pisa in Italien.

Architektur

Der 55 Meter hohe und 12 Meter durchmessende Campanile besteht aus 14.200 Tonnen weißem Carrara-Marmor und besitzt sieben Glocken, die jedoch längere Zeit wegen Einsturzgefahr nicht geläutet werden durften. Er sollte der architektonische Höhepunkt der gesamten Anlage der Piazza dei Miracoli sein. Im Unterschied zu den üblichen quadratischen Türmen Mittelitaliens steht er in starkem Kontrast zu den spitz zulaufenden Türmen Nordeuropas.

Der Turm ruht auf einem spiralförmigen Fundament aus 700 m³ Bruchstein und Mörtel. In 100 Metern Höhe wollte sein Erbauer Bonanno die Glocken anbringen. Der Mauerring um diesen Bereich ist 3,57 Meter dick. Neben dem Eingang sind Monat und Jahr des Baubeginns eingemeißelt: August 1173. In Urkunden wird jedoch stets 1174 genannt, da nach dem damaligen pisanischen Kalender das neue Jahr bereits am 25. März begann.

Sanierungsmaßnahmen

Versuche im Mittelalter, den Bau durch besondere Maßnahmen wie geneigte Böden sowie dünnere und leichtere Mauern auf der überhängenden Seite zu stabilisieren, schlugen fehl. Daher wurden von den ursprünglich geplanten 100 Metern Höhe nur 54 Meter realisiert.